Verschlüsselung einer Sicherung schützt den Datenträger und das Repository davor, unterwegs oder am Lagerort einfach lesbar zu sein. Sie schützt nicht vor einem verlorenen Schlüssel. Im Gegenteil: Ohne Schlüssel ist die Kopie dauerhaft unlesbar, auch für Sie. Das Häkchen im Auftrag ist deshalb nur die halbe Maßnahme. Die andere Hälfte ist, wo der Schlüssel liegt, wer ihn an einem Werktag findet und ob ein Restore mit genau diesem Schlüssel schon gelungen ist.

Das Häkchen, dessen Schlüssel niemand hat

Schlüssel liegen oft auf demselben Server, der gesichert wird, oder nur im Kopf der Person, die den Auftrag eingerichtet hat. Fällt diese Person aus oder wird der Server verschlüsselt, ist die Sicherung formal vorhanden und praktisch stumm. Ein zweites, ebenso ungünstiges Muster ist ein Schlüssel, den das Verwaltungskonto der Domäne jederzeit aus einer Datei auf der Freigabe lesen kann. Dann verschlüsseln Sie gegen Diebstahl des Datenträgers und nicht gegen den Vorfall, der dieses Konto trifft.

Der Schlüssel oder die Passphrase gehört in den Firmentresor und zusätzlich an einen zweiten, benannten Ort, den zwei Personen öffnen können, etwa einen Umschlag im Safe der Firma. Wenn wir als Betreuung einen Schlüssel halten, behält die Firma eine eigene Kopie, sonst hängt ein Partnerwechsel die Daten an uns. Wir verwenden die Verschlüsselung des eingesetzten Produkts und bauen kein eigenes Verfahren. Ein Wechsel des Schlüssels ist ein geplanter Schritt mit neuer Kette oder neuer Sicherung, kein beiläufiger Klick, nach dem die alten Stände nicht mehr aufgehen.

Ablegen, trennen, im Restore beweisen

  1. Ort. Legen Sie den Schlüssel in den Passwortmanager der Firma und an einen zweiten benannten Ort für zwei Personen.
  2. Trennung. Halten Sie den Schlüssel von der Freigabe und von dem Server fern, den er schützen soll.
  3. Kopie. Geben Sie der Firma eine eigene Schlüsselkopie, auch wenn die Betreuung einen Zugang hat.
  4. Probe. Spielen Sie einen Restore mit dem hinterlegten Schlüssel durch, nicht mit einem Schlüssel, der nur auf dem Server liegt.
  5. Wechsel. Planen Sie einen Schlüsselwechsel als eigenen Schritt und prüfen Sie danach alte und neue Stände.

Der Schlüssel ist ein Bestandteil der Betriebsdokumentation, aber niemals im Klartext in derselben Datei wie die Anleitung. Die Anleitung sagt, in welchem Tresor und in welchem Umschlag er liegt. Der Restore-Test beweist, dass dieser Weg stimmt. Eine Verschlüsselung, deren Schlüssel nur die ausscheidende Person kennt, ist kein Schutz der Firma, sondern ein Verschluss gegen die Firma.

Woran Projekte in der Praxis scheitern

  • Den Schlüssel nur auf dem gesicherten Server oder in einer Datei auf der Freigabe ablegen.
  • Den Schlüssel nur einer Person anvertrauen und keine zweite Kopie hinterlegen.
  • Beim Betreuerwechsel keine Schlüsselkopie an die Firma übergeben.
  • Einen Schlüssel wechseln, ohne zu prüfen, ob ältere Stände noch aufgehen.

Beispiel aus dem Betriebsalltag

Die Sicherung eines Planungsbüros war verschlüsselt, der Schlüssel lag in einer Textdatei auf dem Dateiserver, der in dieselbe Sicherung geschrieben wurde. Nach dem Abgang der einrichtenden Person konnte die Vertretung den Schlüssel im Ernstfall nur finden, wenn der Server noch las. Wir haben den Schlüssel in den Firmentresor und in einen zweiten Umschlag gelegt, die Datei von der Freigabe entfernt und einen Restore mit dem Tresor-Eintrag gemacht. Die Firma behält die Kopie, auch für einen späteren Wechsel der Betreuung.

Kurze Entscheidungshilfe

  • Kann eine zweite Person den Schlüssel ohne die erste finden?
  • Liegt der Schlüssel außerhalb des Servers und außerhalb der Freigabe?
  • Hat die Firma eine eigene Kopie, unabhängig von der Betreuung?
  • Wurde ein Restore mit genau diesem hinterlegten Schlüssel durchgeführt?

Wenn Schlüssel und Verschlüsselung der Sicherung bei Ihnen ansteht, klären wir den Umfang unverbindlich: Backup-Konzept. IT-Dokumentation, die hilft Alternativ direkt Kontakt aufnehmen oder die häufigen Fragen lesen.