Das Gäste-WLAN ist in vielen Betrieben der höflichste Weg ins interne Netz. Der Name am Empfang klingt unverfänglich, das Kennwort steht auf einem Zettel, und technisch landet das Gerät im selben Bereich wie Notebooks und Server. Eine Umbenennung des Funknetzes ändert daran nichts. Trennen heißt: Gäste erreichen das Internet und nicht die Freigaben, die Verwaltungsseiten oder die Druckerfreigabe der Buchhaltung.
Der freundliche Zugang, der ins Büro zeigt
Der Zettel mit dem Kennwort wird fotokopiert, in Signaturen mitgeschickt oder monatelang nicht gewechselt, nachdem eine größere Besuchergruppe da war. Wer dasselbe Kennwort für Büro und Gäste verwendet, hat nicht zwei Netze, sondern ein gemeinsames Geheimnis. Dazu kommen Geräte, die niemand als Gast bezeichnet: ein Fernseher im Besprechungsraum, eine Kamera, ein Messestand-Notebook. Sie bleiben nach dem Anlass im Netz, weil niemand sie einer Zone zuordnet.
Die Umsetzung ist eine eigene Funkkennung, ein getrenntes Netz und eine Firewall-Regel, die den Weg zu internen Adressen unterbindet. Ob Gäste einander sehen müssen, ist eine zweite Entscheidung. Für ein Wartezimmer fast nie. Für eine Schulung, in der Teilnehmende Dateien tauschen sollen, eher über einen gewollten Weg als über das Büronetz. Die Regel wird vom Telefon aus geprüft, nicht nur in der Konsole als gesetzt angezeigt.
Eigener Name, eigenes Netz, Prüfung vom Handy
- Namen. Büro und Gäste bekommen unterschiedliche Funkkennungen und unterschiedliche Kennwörter.
- Netz. Gäste landen in einem eigenen Netzbereich, nicht im selben wie Server und Arbeitsplätze.
- Regel. Von diesem Bereich führt der Weg ins Internet, nicht zu Freigaben und Verwaltungsseiten.
- Zettel. Das Gäste-Kennwort liegt nicht auf demselben Aushang wie interne Zugänge und wird gewechselt, wenn es sich verbreitet hat.
- Probe. Mit einem privaten Telefon prüfen, ob eine Freigabe und die Firewall-Verwaltung unerreichbar sind und das Internet geht.
Drucker und Werkstattgeräte gehören nicht aus Bequemlichkeit ins Gästenetz, nur weil die Einrichtung dann schneller wirkt. Sie brauchen eine eigene Überlegung, welches Gerät mit wem sprechen muss. Die Gästetrennung ist der sichtbare Teil davon und der Test, den auch jemand ohne Netzplan nachvollziehen kann.
Woran Projekte in der Praxis scheitern
- Nur den Namen des WLANs ändern und die alte Netzwerkzuordnung behalten.
- Dasselbe Kennwort für Belegschaft und Gäste verwenden.
- Das Kennwort dauerhaft neben der Eingangstür lassen, auch nachdem es in Einladungen stand.
- Die Verwaltungsseite der Firewall aus dem Gästenetz erreichbar lassen, weil das bei der Installation praktischer war.
Beispiel aus dem Betriebsalltag
In einem Architekturbüro stand das Gäste-Kennwort auf der Tafel im Besprechungsraum und war mit dem Büro-WLAN identisch. Besucher und die eigenen Notebooks teilten sich den Weg bis zum Projektserver. Wir haben eine eigene Funkkennung in ein getrenntes Netz gelegt, den Aushang auf das Gäste-Kennwort beschränkt und vom Telefon aus geprüft, dass die Projektfreigabe nicht mehr aufgeht. Das Büro-Kennwort wurde danach nur noch intern weitergegeben.
Kurze Entscheidungshilfe
- Erreicht ein Gastgerät das Internet, ohne eine Bürofreigabe zu öffnen?
- Unterscheidet sich das Gäste-Kennwort vom Kennwort der Belegschaft?
- Ist die Verwaltungsseite der Firewall vom Gästenetz aus unerreichbar?
- Wissen Empfang oder Assistenz, wann das Gäste-Kennwort gewechselt wird?
Wenn die Trennung des Gäste-WLANs bei Ihnen ansteht, klären wir den Umfang unverbindlich: Firewall. Firewall-Regeln aufräumen Alternativ direkt Kontakt aufnehmen oder die häufigen Fragen lesen.