Warenwirtschaft, Zeiterfassung und manche Access-Lösungen schreiben ständig in Dateien oder Datenbanken. Wer diese Dateien einfach im Vorbeigehen kopiert, während sie offen sind, bekommt eine Kopie, die beim Öffnen Fehler wirft. Das Backup ist dann vollständig im Sinne der Dateigröße und unbrauchbar im Sinne des Betriebs.

Die Datei ist da, die Anwendung startet nicht

Das fällt nie beim nächtlichen Häkchen auf. Es fällt auf, wenn Sie die Kopie brauchen. Typisch sind SQL-Datenbanken, die eine eigene Sicherung wollen, Exchange-Datenbanken, die nicht als Ordnerkopie gedacht sind, und Access-Dateien, die jemand tagsüber exklusiv offen hat. Eine Image-Sicherung der virtuellen Maschine kann das besser treffen, wenn sie das Betriebssystem kurz in einen konsistenten Zustand bringt. Ohne diesen Schritt ist auch das Image nur eine Kopie des offenen Zustands.

Der richtige Weg steht meist beim Hersteller der Branchensoftware: ein Dump, ein Agent oder ein Wartungsfenster, in dem die Datenbank kurz ruht. Diesen Weg zu ignorieren, weil die Backup-Software „alle Dateien kann“, erzeugt genau die Rücksicherung, die in der Not nicht startet. Einmal im Jahr gehört diese Anwendung auf einem Testsystem gestartet, nicht nur die Datei zurückkopiert.

Mit dem Hersteller sichern, nicht gegen die offene Datei

  1. Fragen. Den Hersteller fragen, welches Sicherungsverfahren unterstützt ist.
  2. Art. Dump, Agent oder konsistentes Image verwenden, nicht die offene Datei nebenbei kopieren.
  3. Fenster. Wenn die Anwendung Ruhe braucht, das in das bestehende Wartungsfenster legen.
  4. Test. Die zurückgeholte Datenbank auf einem Testsystem öffnen, nicht nur die Datei ablegen.
  5. Zugriff. Das Backup-Konto darf die Sicherung schreiben, aber nicht die Produktivdatenbank für alle freigeben.

Wir setzen das Verfahren um, das der Hersteller nennt, und trennen es von der reinen Dateisicherung der Projektordner. Ob die Anwendung fachlich korrekt rechnet, prüft die Person, die sie täglich bedient, nicht die Backup-Konsole.

Woran Projekte in der Praxis scheitern

  • Eine offene Access-Datei nachts kopieren und das als Datenbanksicherung bezeichnen.
  • SQL-Datenbanken nur über den Dateiordner sichern, obwohl der Hersteller einen Dump beschreibt.
  • Den Test auf dem Produktivsystem machen und dabei die laufende Datenbank überschreiben.
  • Den Agenten der Backup-Software installieren, ohne den Hersteller der Anwendung zu fragen, ob der unterstützt ist.

Beispiel aus dem Betriebsalltag

Eine Zeiterfassung lag als Datenbank auf dem Server und wurde jede Nacht als Datei kopiert. Beim Test startete der Dienst nicht, weil die Kopie mitten in einem Schreibvorgang entstand. Der Hersteller sieht einen nächtlichen Dump vor, der drei Minuten dauert. Den haben wir in das bestehende Fenster gelegt. Der nächste Test auf einer separaten VM öffnete die Oberfläche und zeigte die Buchungen des Vortags. Die alte Dateikopie läuft nicht mehr als vermeintliche Sicherheit nebenher.

Kurze Entscheidungshilfe

  • Kennen Sie das vom Hersteller unterstützte Sicherungsverfahren?
  • Wird die offene Datenbankdatei nicht nur nebenbei kopiert?
  • Wurde die Anwendung aus einer Sicherung schon auf einem Testsystem gestartet?
  • Liegt dieser Test außerhalb der Produktivdatenbank?

Wenn konsistente Sicherung von Datenbanken bei Ihnen ansteht, klären wir den Umfang unverbindlich: Backup. VM-Backup und Anwendungsbackup Alternativ direkt Kontakt aufnehmen oder die häufigen Fragen lesen.