Break-Fix bedeutet: Sie rufen an, wenn etwas brennt, und zahlen Zeit. Managed Service bedeutet: jemand verhindert einen Teil der Brände und ist im Störfall schon im Bild. Beide Modelle sind seriös – sie passen nur zu unterschiedlichen Betrieben.
Die versteckte Rechnung im Stundenmodell
Beim Stundenmodell fehlt der Anreiz, Updates und Backup-Tests zu machen, solange niemand klagt. Die Kosten erscheinen niedrig, weil Risiko nicht in der Monatsrechnung steht. Ein verschlüsselter Dateiserver ohne brauchbares Backup macht diesen Unterschied an einem Tag sichtbar.
Eine Pauschale ist nicht automatisch besser. Wenn sie nur eine Hotline ohne Monitoring enthält, kaufen Sie Break-Fix mit anderem Etikett. Entscheidend sind messbare Tätigkeiten: Patch-Stand, Backup-Job, Admin-Konten, Firmware der Firewall.
Entscheidung entlang von Risiko, nicht von Bauchgefühl
- Störungsbild. Wie viele Eingriffe hatten Sie in zwölf Monaten, und welche dauerten länger als ein halber Tag?
- Abhängigkeiten. Welche Anwendung darf nicht bis zum nächsten Werktag warten?
- Reife. Gibt es Dokumentation, oder beginnt jeder Techniker bei null?
- Modell. Stunden für Projekte, Pauschale für Betrieb – oft ist die Mischung ehrlicher als ein Dogma.
- Review. Nach einem Quartal prüfen, ob die Pauschale Tätigkeiten enthält, die Sie sehen können.
Projektarbeit wie eine Migration bleibt fast immer außerhalb der Pauschale. Das ist kein Nachteil, sondern schützt beide Seiten vor endlosen „kann man das schnell noch“-Aufträgen.
Woran Projekte in der Praxis scheitern
- Nur den Stundensatz vergleichen und Anfahrt, Mindestzeit und Wartezeit auf Hersteller ignorieren.
- Eine Pauschale abschließen, ohne den Ist-Zustand zu kennen.
- Interne Leute abziehen, sobald ein Dienstleister da ist, und dann niemand mehr fachlich freigibt.
- Verträge ohne Kündigungs- und Übergabe-Regel für Dokumentation und Passwörter.
Beispiel aus dem Betriebsalltag
Ein Produktionsbetrieb zahlte zwei Jahre nur Stunden für „Outlook langsam“. Die Ursache war ein überfüllter Datenbankserver, den niemand pflegte. Nach Umstellung auf ein kleines Betriebspaket mit monatlichem Check sank die Stundenmenge, obwohl die Pauschale neu dazukam – weil Wiederholungsfehler wegfielen.
Kurze Entscheidungshilfe
- Können Sie die letzten zehn Störungen in einem Satz beschreiben?
- Ist ein System dabei, dessen Ausfall Liefertermine verschiebt?
- Wollen Sie einen festen Ansprechpartner oder jedes Mal den günstigsten verfügbaren Techniker?
- Ist Budget für ein einmaliges Aufräumprojekt neben der Pauschale vorhanden?
Wenn die Wahl zwischen Stundenmodell und Betreuungspauschale bei Ihnen ansteht, klären wir den Umfang unverbindlich: IT-Beratung. Managed IT Services Alternativ direkt Kontakt aufnehmen oder die häufigen Fragen lesen.